Es gibt Bikes, die man testet und nach wenigen Minuten wieder vergisst.
Und dann gibt es Bikes wie das neue Yeti LT, das ich im Rahmen der europäischen Produktvorstellung in Südtirol fahren durfte. Beeindruckende Trails, unzählige Höhenmeter und genau das Terrain, für das dieses Bike entwickelt wurde: schnell, technisch und kompromisslos bergab.
Mein Fazit vorweg: Das Yeti LT ist kein einfaches Update des SB160. Es ist ein komplett neues Bike und wahrscheinlich das technisch spannendste Bio-Enduro, das Yeti je gebaut hat.
Zehn Jahre Entwicklung – vom Prototyp zur Serienreife
Das Herzstück des neuen LT ist die Sixfinity-Kinematik.
Für viele mag sie neu wirken, tatsächlich begann ihre Entwicklung aber bereits vor rund zehn Jahren. Erste Prototypen entstanden damals für Yetis Enduro- und Downhill-Projekte. Serienreif wurde das System zunächst mit dem ersten E-Mountainbike von Yeti, dem 160E, später folgten das LTe und MTe. Dort bewies Sixfinity eindrucksvoll, was möglich ist – unter anderem mit der Auszeichnung zum Pinkbike eMTB of the Year.
Jetzt bringt Yeti diese mehrfach prämierte Technologie erstmals in sein neues Bio-Enduro.
Damit verabschiedet sich die Marke nach über einem Jahrzehnt vom legendären Switch Infinity und schlägt ein neues Kapitel auf.
Warum Sixfinity?
Sixfinity gibt den Entwicklern deutlich mehr Möglichkeiten, das Fahrwerk exakt auf den Einsatzzweck abzustimmen. Parameter wie Anti-Squat, Anti-Rise und die Federkennlinie können wesentlich unabhängiger voneinander optimiert werden als beim bisherigen System. Das Ergebnis ist ein Fahrwerk, das gleichzeitig effizient bergauf, aktiv beim Bremsen und extrem ruhig im rauen Gelände arbeitet.
Das klingt sehr technisch.
Auf dem Trail fühlt es sich erstaunlich einfach an.
Mehr Variabilität geht kaum
Yeti hat das LT unglaublich vielseitig aufgebaut.
Neben den verschiedenen Ausstattungsvarianten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Bike auf den eigenen Fahrstil anzupassen:
- 170 mm Federweg vorne und 160 mm hinten
- wahlweise als 29er oder Mullet fahrbar
- verstellbare Geometrie über Flip-Chips
- drei verschiedene Progressionsstufen für das Fahrwerk
- anpassbare Hinterbaulänge
- integrierter Stauraum im Unterrohr
- auch als Frameset erhältlich.
Auf dem Papier klingt das nach einer Wissenschaft für sich.
In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.
Race-DNA – aber überraschend unkompliziert
Natürlich merkt man sofort, dass das LT aus dem Rennsport kommt.
Es vermittelt unglaublich viel Sicherheit, liebt Geschwindigkeit und wird mit jedem Kilometer schneller. Genau so, wie man es von einem modernen Enduro erwartet.
Was mich aber wirklich überrascht hat, war etwas anderes:
Trotz aller Einstellmöglichkeiten fährt sich das LT überhaupt nicht kompliziert.
Es wirkt vom ersten Meter an vertraut, bleibt erstaunlich agil und lässt sich spielerisch um enge Kehren oder technische Passagen bewegen. Man hat nie das Gefühl, auf einem reinrassigen Race-Bike zu sitzen, das nur bei Renngeschwindigkeit funktioniert.
Genau diese Kombination aus enormer Laufruhe und gleichzeitig beeindruckender Wendigkeit macht das LT für mich so besonders.
Ein Bike für Fahrer – nicht fürs Datenblatt
In den letzten Jahren wurden Mountainbikes immer komplexer.
Mehr Einstellmöglichkeiten, mehr Technologie, mehr Daten.
Yeti zeigt mit dem LT, dass moderne Technik nicht kompliziert sein muss.
Das Bike fährt sich intuitiv, vermittelt sofort Vertrauen und macht genau das, was ein gutes Mountainbike tun soll:
Es motiviert dazu, den nächsten Trail noch schneller und mit einem breiten Grinsen zu fahren.

Ab sofort bei uns erhältlich
Das neue Yeti LT kann ab sofort bei uns bestellt werden – selbstverständlich in verschiedenen Ausstattungsvarianten oder als Frameset für alle, die ihr individuelles Traum-Bike aufbauen möchten.
Wenn ihr wissen möchtet, warum Yeti nach über zehn Jahren das legendäre Switch Infinity durch Sixfinity ersetzt hat, solltet ihr das LT unbedingt selbst erleben.
Denn manche Technologien versteht man erst dann wirklich, wenn man sie fährt.
Wir freuen uns auf euren Besuch bei HeckAntrieb Bikes + Service in Wien.



